Last stop - Bali

Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt. Laotse (~ 6. Jhd. a.C.)

Unser zutraulicher Hausgecko
Unser zutraulicher Hausgecko

Besuch in Sanur 

Nach 9 spannenden Tagen in Ubud, machen wir uns auf den Weg nach Sanur. Hier verbringen wir die letzten 5 Tage unserer Reise. Wie auch schon in Ubud sind die Menschen überaus freundlich und wir werden auf Händen getragen. 

Zum Glück liegt unser Hotel etwas ausserhalb des geschäftigen kleinen Ortes. So wir bleiben verschont von der hektischen und lauten Hauptstrasse, an der sich jede Menge Restaurants, Bars und kleine Marktstände, an denen man allerlei gefälschte und nachgemachte Dinge kaufen kann, befinden....  Aus jedem Marktstand kommt ein Verkäufer: "come inside, looky looky" und jeder vorbeifahrende Taxifahrer hupt jeden umherlaufenden Touristen an (mehrmals, wohl bemerkt) in der Hoffnung sein Tagesgehalt aufbessern zu können. Ein Spaziergang durch die Hauptstrasse konnte ziemlich schnell zu laut und zu aufdringlich werden, auch nach zwei Tagen in der Stadt haben wir bei jedem anhupen inne gehalten weil wir dachten wir werden vor Gefahr gewarnt. Ausgleichen musste man diese Eindrücke mit einem kühlen, leckeren Bintang (lokales Bier ). Auch in Sanur gibt es zahlreiche stylische, schöne und reizende Bars oder Restaurants. 

Leider hat der Strand unser Eindruck von Sanur nicht verbessern können, im Gegenteil. Stuhl an Stuhl gereiht wird man alle 5 Minuten auf eine "Massage - very cheap" angesprochen. Sanur soll im Vergleich zu Kuta, Seminyak und Jimbaran eher ruhig und noch etwas persönlicher sein....nur uns war dies bereits zu viel Tourismus.

Das Highlight unseres Bali-Aufenthaltes - das Treffen mit Livia & Martin. Es waren zwei wunderschöne und lustige Abende die wir mit ihnen in Sanur verbringen durften. Bis spät in die Nacht wurde geredet und "Reisebrichtli" ausgetauscht......Toll dass es mit dem Treffen geklappt hat - miteinander aufgewachsen, elf Monate nicht mehr gesehen und getroffen am anderen Ende der Welt - Wahnsinn. Im Mai 2014 brachen sie zu einer Weltreise rund um den Globus auf. Durch Indonesien reisen sie nach Singapur, via Süd-Thailand, Myanmar und Nordthailand werden sie die Heimreise im Juni antreten. Wir hoffen sie geniessen Asien noch in vollen Zügen! Gerne wären wir noch mindestens so lange mitgereist = ).

Erstaunlich ist immer wieder wie viele Indonesier wissen wo Switzerland ist oder sogar schon da waren. So outet sich auch der Kellner in der Bar gestern Abend auf Hochdeutsch und erzählt. nachdem wir als Schweizer entlarvt wurden (Definition von Happy-Hour -2 für 1 oder ab 2 plus 1 - und das gründliche nachzählen ; ) )  dass er von 1997-2000 in der Schweiz gelebt hat. An der Langstrasse habe er gewohnt, er war ganz erstaunt als wir ihm gesagt haben dass sich die Welt in Zürich seither etwas geändert hat. Really, is it safe now to go out by night on Langstrasse?! Vielleicht kommt er mal wieder zu Besuch.....

Mystisches Ubud - II



Hideaway & Rafting


Kochen mit Made

Morgens um 07.00 Uhr sind wir mit den Küchenchef vom Hotel verabredet und werden nach dem Besuch des lokalen Marktes einen Kochkurs absolvieren. 

Auf dem Markt angekommen führt uns Made, so heisst der Küchenchef, durch die vielen Stände die neben Blumen, Gemüse und Früchten auch jede Menge anderer asiatischer Spezialitäten anbieten. Da der Markt ausschliesslich von Einheimischen besucht wird, sieht man hier, im Gegensatz zu Ubud, keine Touristen.

So werden wir mit grossen Augen gemustert und überall bietet man uns süsse Früchte und andere Leckereien zum Verkosten an. Made erzählt uns vieles über die verschieden Produkte, woher sie stammen und was man damit alles zubereiten kann. Auch Fisch und Fleisch kann man auf dem Markt erwerben, da die hygienischen Zustände aber nicht die Besten sind, sollten Europäer auf diesen Genuss besser verzichten. So wird z.B. Fleisch nicht gekühlt verkauft und neben Fliegen, die sich auf der Metzgerware niederlassen, gibt es auch viele Hunde die den Boden nach Fleischresten und Knochen durchsuchen. Made bemerkt noch nebenbei dass er auch für das Hotel kein Fleisch hier einkäuft ; )

Im Hotel angekommen beginnen wir, nach einer kurzen Einführung, mit dem Zubereiten der verschiedenen Speisen. Zur Vorspeise kochen wir eine Hühnersuppe mit frischem Gemüse und viel Kurkuma. Durch die Zugabe von Sternanis und reichlich Nüssen, bekommt die Suppe einen ganz eigenen Geschmack, der weit abweicht von thailändischen oder malayischen Suppen. Als Hauptgang gibt es ein balinesisches Curry, einmal mit Rindfleisch und einmal mit Meeresfrüchten. Auch hier wird eine Vielzahl an Gewürzen verwendet und ähnlich zubereitet wie ein indisches Curry. Zum Dessert zaubern wir die klassisch, grünen Kokos-Bällchen. Da diese aus Reismehl hergestellt werden, kann man sie ganz einfach im Wasser pochieren und sie anschliessend in Kokosraspeln wenden. Die grüne Farbe wird nicht durch die Zugabe künstlicher Lebensmittelfarbe erzeugt sondern durch die Essenz eines nach Mandeln riechenden Blattes.


Mystisches Ubud - I

Nach dem anstrengenden Flug von Perth nach Denpasar, mit Zwischenstop in Singapur, werden wir am Flughafen vom Fahrer Uda in Empfang genommen. Wir bemerken bereits hier, dass wir uns nun in Asien befinden. Hektik herrscht, die schmalen Strassen sind total überfüllt und man wundert sich, wie die Verkehrsregeln hier funktionieren??? Öfters wird der Verkehr gestoppt, weil ein Kleinlastwagen, Sand oder Steine vor einem Haus ablädt. Auch Strassenküchen findet man auf der engen Fahrspur. Knapp 90 Minuten dauert die Fahrt (etwa 40 KM), und wir erreichen unser Hotel, nahe der kleinen und äusserst spannenden Stadt Ubud. Nach den administrativen Formalitäten, werden wir von der netten Empfangsdame zu einem Rundgang durch die Anlage eingeladen und man zeigt uns, unsere "kleine" Villa! Kaum ist die Dame verschwunden überprüfen nochmals die Buchung, irgendwie haben wir das Gefühl, der bezahlte Preis kann nicht stimmen und ist nur für eine Nacht gedacht. Zum Glück ist aber alles in Ordnung und wir können uns gemütlich ein Bad in unserem Privatpool gönnen.


Nach einem ausgiebigen Frühstück, fahren wir in das knapp 5 KM entfernte Ubud und erkunden die vielen kleinen Gässchen und den quirligen Markt mit seinem typisch asiatischen Flair. Im ersten Moment erschrocken, auf den zweiten Blick sind wir hin und weg. Inmitten der überfüllten Strassen und der vielen Besucher entdeckt man immer wieder ein schmuckes Café oder ein stylisches Warung. Geht man nur ein paar Schritte in einer Seitengasse, ist man wieder inmitten üppiger Natur.

Ubud beherbergt ca. 30`000 Menschen und ist bekannt für das künstlerische Handwerk der Bewohner. Nebst verschiedenen Gallerien und Museen gibt es einen kleinen Affenwald in dem ca. 340 Makaken leben und unweit der Stadt findet man den "Goa Gajah", ein Höhlentempel der aus dem 9 Jh. n.C. stammt.

Ubud ist cool und allemal einen Besuch wert! Wir haben uns einwenig in das malerische Städtchen mit den vielen kleinen Tempeln und die mit grünem Moos überwachsenen Statuen verliebt. Die verschlungenen, engen Strassen führen durch tropisch anmutende Gärten und feine Lianen berühren fast den Boden. Trotz des Touristenstroms und der geschäftigen Marktgassen hat Ubud etwas, wir können uns dem Zauber nicht entziehen.